30.4.2014

I kann’s! I trau mer’s zu! 2

Was ist "I kann's! I trau mer's zu!"

Eine Herausforderung an heimische Unternehmen ist der stetig ansteigende Bedarf an zuverlässigen Fachkräften und qualifizierten Jugendlichen. Technikorientierte Lehrbetriebe haben zudem die Schwierigkeit, Mädchen anzusprechen und zu begeistern. Vor diesem Hintergrund wurde 2011 das Projekt I kann’s! I trau mer’s zu! ins Leben gerufen.


In einer zweijährigen Laufzeit gestalteten Lehrmädchen der Betriebe Julius Blum GmbH und GRASS GmbH gemeinsam mit dem Verein Amazone die I kann’s!-Checkliste und formulierten darin die Herausforderungen, vor denen junge Frauen in technischen Berufen und Mädchen in der Berufsorientierungsphase stehen. 


Turnschuh, Roboter © amazone.or.at, website

Alle sind gefordert

Die einzelnen Checklistenpunkte sprechen alle betrieblichen Ebenen an und hinterfragen traditionelle Rollenbilder. Die Checkliste beinhaltet auch Lösungsansätze und ist richtungsweisend für die Arbeit an einer alle einbindenden Betriebsstruktur und -kultur. 

In der zweijährigen Projektlaufzeit bündeln sie ihr Betriebsknowhow und erarbeiten gemeinsam konkrete Maßnahmen, die einen gleichmäßigen Zugang von Mädchen und Jungen in die Lehrberufe fördern. Dabei sind die Führungsetagen genauso gefordert wie Marketing, Personalabteilung und Lehrlingsausbildende.

Erfahrungen weitergeben

Die Message ist klar: in Vorarlberg gibt es im Bereich Mädchen und Technik noch viel zu tun. Deshalb wird zeitgleich zu betriebsinternen Maßnahmen ein I kann’s!-Onlineportal erarbeitet. Dieses ermöglicht den Partnerbetrieben einen fachlichen Austausch im Bereich Lehrlingswerbung und zu strukturverändernden Maßnahmen zur Förderung einer gleichmäßigen Ansprache von Mädchen und Jungen, Frauen und Männer.

Auch nicht operativ am Projekt beteiligte V.E.M. und VTex Betriebe profitieren von den Erfahrungen. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden Best Practice Modelle ebenso geteilt wie essenzielle Projekterfahrungen.

Ein gut durchmischtes Team

Das Projekt ist in der zweiten Laufzeit breit aufgestellt und wird von fünf Vorarlberger Topunternehmen Julius Blum GmbH, Getzner Textil AG, GRASS GmbH, KRAL AG und Zumtobel Lighting GmbH mit Unterstützung der Lehrlings- und Jugendabteilung der Arbeiterkammer Vorarlberg und der V.E.M. durchgeführt.

Die fünf sich durch unterschiedliche Größen, Standorte und Branchen auszeichnenden Betriebe kooperieren mit dem Verein Amazone, der eine langjährige Erfahrung in der Mädchenförderung, speziell im Bereich Berufsorientierung aufweisen kann und für I kann’s! I trau mer’s zu! 2 wieder die Projektkoordination übernimmt.

Hubert Hämmerle, Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg

"Seit Beginn meiner Tätigkeit als Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg betone ich immer wieder, wie wichtig die duale Ausbildung für die Qualifizierung junger Menschen ist. Gleiche Möglichkeiten und Chancen müssen dabei selbstverständlich sein. Deshalb unterstütze ich dieses Projekt seit dessen Beginn im Jahre 2011 und freue mich auch bei der Fortführung beteiligt zu sein. Dass sich mittlerweile noch mehr Betriebe an diesem Projekt beteiligen, verdeutlicht für mich die Wichtigkeit des Themas und leistet darüber hinaus auch einen wichtigen Beitrag zum thematischen Transfer in die Wirtschaft."


Projektpartnerpartner

I kann’s! I trau mer’s zu! 2 wird von Julius Blum GmbH, Getzner Textil AG, GRASS GmbH, KRAL AG und Zumtobel Lighting GmbH in Kooperation mit dem Verein Amazone und mit Unterstützung der Lehrlings- und Jugendabteilung der Arbeiterkammer Vorarlberg und der V.E.M. durchgeführt.


Das Team © amazone.or.at, amazone.or.at


Arbeit in vier Dimensionen

•    Innerbetrieblich

Punktuelle Workshops mit allen betrieblichen Ebenen zu den in der I kann’s!-Checkliste formulierten Herausforderungen in technischen Betrieben. Parallel dazu werden die Lehrmädchen in eigenen Workshops gestärkt und auf ihre Rolle als Rolemodels für Mädchen in der Berufsorientierungsphase vorbereitet. Zeitraum: ab April 2014

•    Überbetrieblich

Erstellung einer Online Plattform, die auch nicht operativ am Projekt beteiligten Betrieben Anknüpfungspunkte, relevante Informationen und Erkenntnisse von I kann’s! I trau mer’s zu! liefert. Zeitraum: prozessbegleitend

•    Übergang Schule – Betrieb

Durch Roberta Workshops wird Schülerinnen der Übergang von der Schule in einen technischen Beruf erleichtert. Lehrmädchen dienen als Rolemodels für die Schülerinnen. Zeitraum: ab September 2014

•    Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Auseinandersetzung mit Rollenbildern und die Arbeit mit Irritationen wird eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Projektauftritte und Medienarbeit angestrebt. Zeitraum: prozessbegleitend

      Projektinfos herunterladen (0,3MB)

WEITERE INFORMATIONEN

Karin Fitz, Projektleitung Verein Amazone

T 05574 45801

k.fitz@amazon.or.at

www.amazone.or.at

www.ikanns.at


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